Setting-übergreifende Behandlungssziele

Folgende Behandlungsziele sollten im Rahmen einer Essstörungstherapie avisiert werden26.

  • Normalisierung des Körpergewichts
  • Normalisierung des Essverhaltens
  • Behandlung der körperlichen und psychischen Folgeerkrankungen
  • Behandlung der essstörungsspezifischen Symptome (Fasten, Essanfälle, kompensatorische Maßnahmen)
  • Verbesserung der Körperakzeptanz
  • Abbau der Körperschemastörung
  • Behandlung weiterer psychischer Beschwerden (z.B. Selbstwertproblematik, Autonomieentwicklung, Affektregulation)
  • Aufbau von Veränderungs- und Behandlungsmotivation insbesondere bei Anorexia nervosa
  • Behandlung komorbider psychischer Störungen (z.B. Depression, Angst, Suchtverhalten, Persönlichkeitsakzentuierungen und -störungen)
  • Einbezug von Angehörigen bei minderjährigen Patient/-innen
  • Beibehaltung von Kontinuität der Behandlung über die verschiedenen Settings hinweg auch im Sinne einer Vernetzung

Quellen:

26. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (Hrsg.), Diagnostik und Therapie der Essstörungen. Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf  [30.04.12].