Stationäre und teilstationäre Behandlung

Stationäre und teilstationäre Behandlung bei Anorexia nervosa

Eine stationäre Behandlung ist nach S3-Versorgungsleitlinien27 zu empfehlen bei:

  • rapidem und/oder anhaltendem Gewichtsverlust (>20% über 6 Monate)
  • hochgradigem Untergewicht (BMI<15 bzw. bei Kindern und Jugendlichen unterhalb der 3. Alterspercentile nach Kronmeyer-Hausschild et al. (2001)
  • fehlendem Erfolg einer ambulanten Behandlung
  • sozialen oder familiären Faktoren, die einen Gesundungsprozess stark behindern
  • ausgeprägter psychischer Komorbidität
  • schwerer bulimischer Symptomatik
  • körperlicher Gefährdung oder Komplikationen

Es liegt Evidenz dafür vor, dass spezialisierte Stationen mit klar strukturierten symptomorientierten Behandlungsbausteinen zu höheren Erfolgsraten führen28, 29.

Eine unter Zwang durchgeführte Behandlung der Anorexia nervosa sollte bei Hinweis auf kritische internistische Befunde nur nach Ausschöpfung aller anderen Maßnahmen erfolgen30.

Für Erwachsene gibt es in Hamburg drei Kliniken und eine Hochschulambulanz für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie:

Im Hamburger Umland gibt es weitere Kliniken, die über ein spezialisiertes Behandlungsangebot für Essstörungen im Erwachsenenalter verfügen:

Unter www.essstörungen-hamburg.de ist ebenfalls eine übersichtliche Auflistung der auf Essstörungen spezialisierten Einrichtungen zu finden. Weiter Informationen finden Sie außerdem unter: Adressenliste Essstörungen und Therapieführer der Stadt Hamburg.

Für Kinder und Jugendliche gibt es in Hamburg fünf Kliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie:

Im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift gibt es eine psychosomatische Mädchenstation mit dem Schwerpunkt der Behandlung essgestörter Mädchen und einen familientherapeutischen Schwerpunkt.

Stationäre und teilstationäre Behandlung bei Bulimia nervosa

Nach S3-Versorgungsleitlinie49 ist eine stationäre Behandlung zu empfehlen bei 

  • fehlendem Erfolg ambulanter Behandlung
  • sozialen oder familären Faktoren, die einen Gesundungsprozess stark behindern
  • ausgeprägter psychischer Komorbidität
  • Vitalgefährdung oder Komplikationen

Eine stationäre oder teilstationäre Behandlung sollte in Kliniken mit essstörungsspezifischem Therapieprogramm erfolgen.
Für Erwachsene gibt es in Hamburg drei Kliniken für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die 

Für Erwachsene gibt es in Hamburg drei Kliniken und eine Hochschulambulanz für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie:

Im Hamburger Umland gibt es weitere Kliniken, die über ein spezialisiertes Behandlungsangebot für Essstörungen im Erwachsenenalter verfügen:

Unter www.essstörungen-hamburg.de ist eine übersichtliche  Auflistung der auf Essstörungen spezialisierten Einrichtungen zu finden.

Weitere Informationen finden Sie unter Adressenliste Kliniken und Therapieführer der Stadt Hamburg (S. 132) 

Für Kinder und Jugendliche gibt es in Hamburg vier Kliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie:

Im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift gibt es eine psychosomatische Mädchenstation mit dem Schwerpunkt der Behandlung essgestörter Mädchen und familientherapeutischem Schwerpunkt.

Im Hamburger Umland gibt es weitere Kliniken, die über ein spezialisiertes Behandlungsangebot für Essstörungen im Kindes- und Jugendalter verfügen:

Weitere Informationen finden Sie unter Adressenliste Kliniken und im Therapieführer der Stadt Hamburg (S. 183). 

 

Quellen:

45. Zeeck, A., Cuntz, U., Hartmann, A., Hagenah, U., Friedrich H-C., Gross, G., Zipfel, S. & Holtkamp, K. (2010). Anorexia nervosa. In Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (Hrsg.), Diagnostik und Therapie der Essstörungen. (pp 70-191) Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf [30.04.12].

46. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (Hrsg.), Diagnostik und Therapie der Essstörungen. Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf&nbsp; [30.04.12].) 

47. (neues Fenster: Herzog, T., Hartmann, A. & Falk, C. (1996). Symptomorientierung und psychodynamisches Gesamtkonzept bei der stationären Behandlung der Anorexia nervosa. Eine quasiexperimentelle Vergleichsuntersuchung von 40 Aufnahmeepisoden Psychother.Psychosom.med.Psychol., 46 (1), 11-22.)

48. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (Hrsg.), Diagnostik und Therapie der Essstörungen. Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf&nbsp; [30.04.12].

49. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (Hrsg.), Diagnostik und Therapie der Essstörungen. Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf&nbsp; [30.04.12]. 

Verfasst von: Dipl.-Psych. Katarina Rafailovic, Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und –psychosomatik des UKE; Dipl.-Psych. Maddalena Rossi; Dipl.-Psych. Angelika Weigel; Dr. rer. nat. Kathrin von Rad,  Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Bernd Löwe, Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des UKE, Prof. Dr. med. Georg Romer Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und –psychosomatik des UKE.

Datum der Erstellung: 27.06.2012

Datum der letzten inhaltlichen Überarbeitung: 

Datum der nächsten inhaltlichen Überarbeitung:

Kontakt-Person Dipl.-Psych. Denise Kästner, d.kaestner@uke.de