Komorbidität

Unter Komorbidität wird das gleichzeitige Vorkommen von zwei oder mehr Erkrankungen bei einer Person verstanden. Diese Erkrankungen können, aber müssen nicht miteinander in einem ursächlichen Zusammenhang stehen.

Bei bestehender Anorexia und Bulimia nervosa treten häufig gleichzeitig affektive Störungen sowie Angsterkrankungen auf.

Bei Anorexia nervosa sind darüber hinaus Zwangssymptome, Perfektionismus, zwanghafte oder ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstile bzw. Persönlichkeitsstörungen nicht selten13.

Bei Bulimia nervosa treten hingegen häufig zusätzlich psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol und andere psychotrope Substanzen, posttraumatische Belastungsstörungen sowie Persönlichkeitsakzentuierungen und Persönlichkeitsstörungen des ängstlich-vermeidenden und emotional instabilen Typus auf14.

Quellen:

13. Zeeck, A., Cuntz, U., Hartmann, A., Hagenah, U., Friedrich H-C., Gross, G., Zipfel, S. & Holtkamp, K. (2010). Anorexia nervosa. In: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (Hrsg.). Diagnostik und Therapie der Essstörungen (pp 70-191). Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf [Stand 30.04.2012].

14. Jacobi, C., Jager, B., Kersting, A., Rustenbach S., Salbach-Andrae, H., von Wieterwsheim, J., Herpertz, S. & de Zwaan, M. (2010). Bulimia nervosa. In: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (Hrsg.). Diagnostik und Therapie der Essstörungen (pp 192-252). Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf [Stand 30.04.2012].