Andere Angebote

Selbsthilfegruppen

In Selbsthilfegruppen treffen sich volljährige Personen als Expertinnen und Experten in eigener Sache. In Selbsthilfegruppen sind alle Teilnehmenden selbstverantwortlich und gleichberechtigt. Im Bereich der von Essstörungen Betroffenen wird für die Teilnahme in der Regel Therapieerfahrung vorausgesetzt. An den Treffen nehmen keine Fachkräfte teil, da der Aspekt der Selbstsorge im Vordergrund steht. Selbsthilfegruppen sind kein Therapieersatz sondern eine zusätzliche Möglichkeit, neben der ärztlichen oder therapeutischen Behandlung, zur Verbesserung der Lebensqualität beizutragen. Unterstützung in ihrer Arbeit finden die Gruppen bei KISS-Hamburg.

Wohngruppen

Derzeit gibt es in Deutschland ungefähr 50 Wohngruppen für Menschen mit Essstörungen unter staatlicher und kirchlicher Trägerschaft.

Wohngruppen für Menschen mit Essstörungen ermöglichen es Jugendlichen und Erwachsenen, gemeinsam mit anderen Betroffenen unter fachlicher Betreuung zusammen zu leben und außerhalb einer Klinik gemeinsam an einem neuen Lebenskonzept zu arbeiten. Ziel des betreuten Wohnens ist es, die Betroffenen in einer geschützten Umgebung und mit pädagogisch-therapeutischer Unterstützung Schritt für Schritt in die Alltagsnormalität zurückzuführen und in der Therapie erworbene Verhaltensweisen zu stabilisieren und zu erweitern. Das Zusammenleben mit anderen Betroffenen und die intensive sozialpädagogische und psychotherapeutische Betreuung, z. B. im Rahmen von Gruppenstunden, Koch- und Genusstrainings, Ernährungsberatung und Einzel- oder Gruppentherapien, ermöglichen eine eigenständige Lebensgestaltung und -führung, fördern den bewussten Umgang mit der Essstörung und tragen zu einer Entwicklung tragfähiger Zukunftsperspektiven bei.

Üblicherweise leben 4 bis 12 Betroffene in einer Wohneinheit zusammen, wobei die Wohngruppen in der Regel von einem Team von Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten, Diplom-Sozialarbeiterinnen/Diplom-Sozialarbeitern, Diplom-Sozialpädagoginnen/Diplom-Sozialpädagogen, Diplom-Psychologinnen/Diplom-Psychologen sowie  Paar- und Familientherapeutinnen/Paar- und Familientherapeuten betreut werden.

In Hamburg bietet Das Rauhe Haus Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Anorexia nervosa und Bulimia nervosa im Anschluss an die stationäre Behandlung ein betreutes Wohnen gemäß  § 27ff, 41 KJHG bzw. SGB VIII und §53ff SGB XII.

Das Rauhe Haus: http://www.rauheshaus.de/betreuung/kinder-und-jugendhilfe.html

Schule/Beratung für Lehrkräfte und Eltern

Das SuchtPräventionsZentrum (SPZ) am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) bietet in Kooperation mit dem Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) ein Programm zur frühzeitigen Aufklärung, Prävention und Behandlung von Essstörungen an. Um Neuerkrankungen zu verhindern, wird an Schulen angemessen zum Thema Essstörungen aufgeklärt und das extrem schlanke Schönheitsideal für junge Frauen kontrovers diskutiert.

Weitere Angebote des SPZ:

  • Fortbildungen für Lehrkräfte zum Umgang mit Betroffenen und deren Eltern und zur Umsetzung des Themas im Unterricht
  • Elterninformations- und Gesprächsabende
  • anlassbezogene Klassengespräche bei Problemen mit dem Thema Essstörungen

Eine Beschreibung der Angebote in der Metropolregion Hamburg finden Sie hier.